Was mache ich beruflich?
Ich habe den Beruf des Bürokaufmanns gelernt und kurzzeitig in einem Callcenter gearbeitet. Der Telefonverkauf lag mir gar nicht und so entschied ich mich, das Arbeitsverhältnis zu beenden um meiner Gesundheit keinen Schaden zuzufügen. Auch aktuell bin ich in einer Eingliederungsmaßnahme, wo es auch darum geht, sich in Praktika auszuprobieren und im Idealfall eine Anstellung zu bekommen.
Die Praktika im Küchenstudio sowie in einer Mobilitätszentrale (Beratung von Fahrgästen im ÖPNV) haben mir im letzten Projekt am besten gefallen. Letzteres gibt es nicht mehr viel in Rostock, aber Küchenstudios auf jeden Fall. Besonders den Umgang mit Menschen konnte ich verbessern. Es ist auch nicht das klassische Büro, wo der Kunde ein Projekt bestellt, ich schaue ins Lager und teile ihm mit, ob es lieferbar ist oder ob wir sein gewünschtes Produkt bestellen müssen. Nein, es hat auch viel mit Maß nehmen im wahrsten Sinne des Wortes zu tun sowie die Bedürfnisse der Kunden aus dem Gespräch zu filtern. Habe ich es dann geschafft, dem Kunden eine Wunschküche zu bauen, mit der er zufrieden ist, macht das eine ganze Menge mit dem Gemüt und man geht entspannter nach Hause.
Trotz gesundheitlicher Makel, die ich mit ärztlicher und pharmazeutischer Hilfe in Schach halte, versuche ich stets am Ball zu bleiben und doch noch meinen Platz in der Arbeitswelt zu finden. Ich bin mir sicher, dass Arbeit gerade bei Leuten wie mir deutlich den kognitiven Stress mindert. Denn eins ist auch klar: ich habe Kontakt zu Leuten, die Tätigkeit gibt mir Struktur und Selbstsicherheit sowie Belohnung, mit der es im Alltag deutlich entlastender leben lässt
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